#1

Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 02.03.2016 18:47
von JAN-CUX • 722 Beiträge
zuletzt bearbeitet 05.03.2016 22:04 | nach oben springen

#2

RE: Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 05.03.2016 15:55
von JAN-CUX • 722 Beiträge

DGzRS unterstützt griechische Seenotrettungsdienste in der Ägäis
22. JANUAR 2016
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) unterstützt die griechischen Such- und Rettungskräfte in der Ägäis im Rahmen einer international koordinierten Aktion. Gemeinsam mit anderen nordeuropäischen Seenotrettungsgesellschaften reagieren die deutschen Seenotretter auf eine konkrete Bitte um Unterstützung der für den griechischen Seenotrettungsdienst zuständigen Hellenic Coast Guard und der Freiwilligen-Organisation Hellenic Rescue Team. Diese sind derzeit unter extrem hoher Belastung und über die Grenzen ihrer Ressourcen hinaus tätig. Ziel ist es, die griechischen Strukturen nachhaltig zu stärken. Auf dem Weg dorthin wird für eine begrenzte Zeit ein ehemaliger deutscher Seenotrettungskreuzer in der Ägäis zum Einsatz kommen.

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Die MINDEN an der Ausrüstungspier

Kapitän Udo Helge Fox, Vorsitzender der International Maritime Rescue Federation (IMRF) und Leiter des Rettungsdienstes der DGzRS, war seit Dezember vergangenen Jahres mehrfach in der Ägäis, um sich ein Bild der Lage zu machen und mit Vertretern der dortigen Rettungsdienste auszutauschen. Bei diesen Besuchen wurde gemeinsam mit den griechischen und nordeuropäischen Partnern ermittelt, welche Einsatzmittel an welchen Standorten in der Ägäis zur Unterstützung benötigt werden.

Die IMRF wird sich eng mit der Hellenic Coast Guard und anderen griechischen Rettungsdiensten abstimmen. Die Seenotretter aus Nordeuropa werden dabei unter der Führung der Hellenic Coast Guard im Einsatz sein. Weitere nordeuropäische Seenotrettungsdienste prüfen derzeit, welche Ressourcen sie zur Verfügung stellen.

Die Wahrnehmung der DGzRS-Aufgabe in Nord- und Ostsee bleibt vom Einsatz in der Ägäis unberührt. Die Einsatzfähigkeit der deutschen Seenotretter im eigenen Zuständigkeitsbereich ist ohne Einschränkung gesichert. Die DGzRS hat sich frühzeitig und erfolgreich um Projektspenden für den Einsatz in der Ägäis bemüht.

Für weitere projektbezogene Zuwendungen gibt es ein gesondertes Spendenkonto bei der Commerzbank Bremen: IBAN DE30 2908 0010 0100 2338 01.

Für eine befristete Zeit wird, voraussichtlich ab März, der ehemalige deutsche Seenotrettungskreuzer MINDEN auf einer der griechischen Ägäis-Inseln stationiert, gefahren von Seenotrettern der DGzRS, die sich für diesen Einsatz freiwillig melden. Alle Einsätze der MINDEN werden vom Joint Rescue Coordination Centre (JRCC) Piräus, der griechischen Seenotleitung, koordiniert werden.

Derzeit liegt die MINDEN in Wilhelmshaven. Anfang 2014 hatte die DGzRS ihren ehemals in List auf Sylt stationierten Seenotrettungskreuzer außer Dienst gestellt und an einen Privatmann verkauft. Dieser stellt das Schiff nun für den Ägäis-Einsatz unentgeltlich der DGzRS zur Verfügung. Die Endausrüstung der MINDEN wird kurzfristig auf einer Werft erfolgen.

Um den griechischen Seenotrettungsdienst langfristig zu stärken, hat die DGzRS außerdem auf einer finnischen Werft zwei 8,5 Meter lange Neubauten in Auftrag gegeben. Sie werden voraussichtlich im Verlauf des Sommers die MINDEN in Griechenland ablösen. Seenotretter der DGzRS werden ihre griechischen Kollegen mit den Einsatzmöglichkeiten dieser modernen, Festrumpfschlauchbooten ähnelnden Kunststoffboote vertraut machen. Diese schnellen, wendigen und seetüchtigen Einheiten sind für die speziellen Rettungsaufgaben in diesem Seegebiet besonders geeignet. Ihre Anschaffung wird ebenfalls durch projektbezogene Zuwendungen ermöglicht. Die Auftragsvergabe konnte aufgrund des Engagements eines einzelnen Spenders erfolgen.

In unseren detaillierten Fragen & Antworten finden Sie weitere Informationen zu unserem geplanten Einsatz in der Ägäis.

http://www.seenotretter-imrf.de/


zuletzt bearbeitet 07.03.2016 17:14 | nach oben springen

#3

RE: Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 05.03.2016 16:08
von JAN-CUX • 722 Beiträge

DLRG unterstützt Einsatz der DGzRS
28. JANUAR 2016
Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) werden sich voraussichtlich ab Mitte März 2016 ehrenamtlich an Such- und Rettungseinsätzen in Seenotfällen (Search and Rescue – SAR) vor der Küste Griechenlands beteiligen. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat ein entsprechendes Kooperationsersuchen an die DLRG gestellt, dem das Präsidium der DLRG zustimmte.

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Bald mit der MINDEN unter gemeinsamer Flagge im Einsatz: Rettungsschwimmer der DLRG und Seenotretter der DGzRS

Die DGzRS hat, ebenso wie mehrere andere nordeuropäische Seenotrettungsgesellschaften, von der griechischen Küstenwache eine konkrete Bitte um Unterstützung erhalten. Es geht um die Rettung in Seenot geratener Menschen aus dem Wasser, von kleinen Inseln oder vom Klippenbereich der Küste sowie um das Schleppen von Booten. Nach der Erstversorgung werden die Schiffbrüchigen schnellstmöglich an Land gebracht. Weiteres Ziel des Einsatzes ist die Schulung der vor Ort ansässigen Rettungsorganisation, die derzeit unter extrem hoher Belastung und über die Grenzen ihrer Ressourcen hinaus tätig ist.

Für die geplante Einsatzzeit von einigen Monaten wird der DGzRS ihr 2014 außer Dienst gestellter Seenotrettungskreuzer MINDEN kostenlos vom derzeitigen Eigner zur Verfügung gestellt. Die Besatzung der MINDEN soll aus jeweils acht Einsatzkräften im Zwei-Schicht-Betrieb bestehen. Neben Seenotrettern der DGzRS, die sich für diesen besonderen Einsatz freiwillig melden, und ihren Kollegen des griechischen Hellenic Rescue Teams sind jeweils zwei Einsatzkräfte der DLRG vorgesehen. Diese sollen durchschnittlich 14 Tage im Einsatz sein und werden vorrangig aus den gemeldeten Helfern des Auslandsbereiches rekrutiert. Im Vorfeld werden die DLRG-Einsatzkräfte in Zusammenarbeit mit der DGzRS zielgerichtet vorbereitet.

Hintergrund

Nach wie vor kommen monatlich einige tausend Flüchtlinge über das Mittelmeer vom türkischen Festland auf die griechischen Inseln in der Ägäis. Die Überfahrt kostete bereits viele Menschen das Leben. Zuständig für den SAR-Dienst in diesem Bereich ist die griechische Küstenwache.

In Deutschland haben DLRG und DGzRS grundsätzlich voneinander getrennte Aufgaben: Die DLRG hat sich den Wasserrettungsdienst mit Rettungsschwimmern auf Binnengewässern und an den Stränden der Küste zur Aufgabe gemacht. Die DGzRS wiederum ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst (SAR-Dienst) in unseren Gebieten von Nord- und Ostsee und unterhält dazu Seenotrettungskreuzer und -boote. In den gemeinsamen Einsatz in der Ägäis bringen Einsatzkräfte beider humanitären Organisationen ihre jeweiligen Fähigkeiten und Erfahrungen ein.

http://www.seenotretter-imrf.de/


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#4

RE: Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 05.03.2016 16:40
von JAN-CUX • 722 Beiträge

Seenotrettungskreuzer MINDEN auf dem Weg in die Ägäis
10. FEBRUAR 2016
Der Seenotrettungskreuzer MINDEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist heute, Mittwoch, 10. Februar 2016, in Bremerhaven als Deckslast in die Ägäis verschifft worden. Mit der MINDEN unterstützen die deutschen Seenotretter für einen begrenzten Zeitraum die griechischen Such- und Rettungskräfte im Rahmen einer international koordinierten Aktion. Gemeinsames Ziel mehrerer nordeuropäischer Seenotrettungsgesellschaften ist es, die Strukturen vor Ort nachhaltig zu stärken. Derzeit sind griechische Seenotretter über die Grenzen ihrer Ressourcen hinaus tätig.


Ein Verladekran hebt den Seenotrettungskreuzer MINDEN der DGzRS auf das Schwergutschiff „Atlantic“.

Den Transport der MINDEN mit ihrem Tochterboot MARGARETE hat die maritime Projektspedition PM Shipping den Seenotrettern zum Selbstkostenpreis ermöglicht. Die DGzRS hatte die MINDEN 2014 nach 28 Einsatzjahren außer Dienst gestellt und verkauft. Der heutige Eigner stellt das Schiff nun für den Ägäis-Einsatz unentgeltlich der DGzRS zur Verfügung. Ausgerüstet ist es bereits wieder wie ein Seenotrettungskreuzer.

Das Schwergutschiff „Atlantic“ transportiert die MINDEN innerhalb der nächsten rund zehn Tage als Deckslast nach Lavrio östlich von Athen. Von dort aus geht es auf eigenem Kiel zum Einsatzort Mytilini im Süden der Insel Lesbos. Dort wird die MINDEN von Seenotrettern der DGzRS gefahren, die sich für diesen Einsatz freiwillig gemeldet haben. Zur Überführungscrew und zum ersten Einsatzteam vor Ort gehört unter anderem Vormann Ulrich Fader von der DGzRS-Station Bremerhaven.


Retter helfen Rettern (v. l.): Maschinist Horst Dancker, Vormann Ulrich Fader, DGzRS-Inspektor Jörn Meier und DGzRS-Inspektor Andreas Scholz überführen den Seenotrettungskreuzer MINDEN der DGzRS in die Ägäis.

Der voraussichtlich Anfang März beginnende und auf vier bis sechs Monate befristete Einsatz ist Hilfe zur Selbsthilfe. Er steht unter dem Motto „Retter helfen Rettern“ („Members assisting Members“). Im Sommer wird die MINDEN von zwei 8,5 Meter langen Neubauten abgelöst. Diese Einheiten hat die DGzRS auf einer finnischen Werft bestellt, um den griechischen Seenotrettungsdienst langfristig zu stärken. Ihre Anschaffung kann dank des Engagements eines einzelnen Spenders erfolgen.

Die DGzRS und andere nordeuropäische Seenotrettungsgesellschaften hatten eine konkrete Bitte um Unterstützung der für den griechischen Seenotrettungsdienst zuständigen Hellenic Coast Guard und der Freiwilligen-Organisation Hellenic Rescue Team erhalten. Der gemeinsame Einsatz findet statt unter dem Dach der International Maritime Rescue Federation (IMRF), der internationalen „Familie“ der Seenotretter. Die Seenotretter aus Nordeuropa werden unter der Führung der Hellenic Coast Guard im Einsatz sein. Alle Einsätze der MINDEN werden vom Joint Rescue Coordination Centre (JRCC) Piräus, der griechischen Seenotleitung, koordiniert.

Die Wahrnehmung der DGzRS-Aufgabe in Nord- und Ostsee bleibt vom Einsatz in der Ägäis unberührt. Die Einsatzfähigkeit der deutschen Seenotretter im eigenen Zuständigkeitsbereich ist ohne Einschränkung gesichert. Die DGzRS hat sich frühzeitig und erfolgreich um Projektspenden für den Einsatz in der Ägäis bemüht. Für weitere projektbezogene Zuwendungen gibt es ein gesondertes Spendenkonto bei der Commerzbank Bremen: IBAN DE30 2908 0010 0100 2338 01.

Transportweg des Seenotrettungskreuzers MINDEN Grafik: DGzRS/Bernd Jocham

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zuletzt bearbeitet 07.03.2016 17:14 | nach oben springen

#5

RE: Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 05.03.2016 16:44
von JAN-CUX • 722 Beiträge

Kurs Ägäis: MINDEN auf dem Weg ins Einsatzgebiet
11. FEBRUAR 2016
Als Deckslast unterwegs ins Mittelmeer: Der Seenotrettungskreuzer MINDEN der DGzRS ist gestern in Bremerhaven verschifft worden – eine Bildergalerie und ein Video zeigen die Verladung. Das ist der günstigste und vor allem schnellste Weg ins Ägäische Meer. Die maritime Projektspedition PM Shipping GmbH hat den Seenotrettern den Transport zum Selbstkostenpreis ermöglicht.

Sie wollen den Einsatz der Seenotretter in der Ägäis unterstützen? Dann spenden Sie online oder per Überweisung auf das Sonderkonto bei der Commerzbank Bremen, IBAN DE30 2908 0010 0100 2338 01. Herzlichen Dank!

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#6

RE: Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 05.03.2016 21:19
von JAN-CUX • 722 Beiträge

Pressemitteilung der IMRF zum gemeinsamen Einsatz in der Ägäis
23. FEBRUAR 2016
Übersetzung aus IMR-logodem Englischen



DIE INTERNATIONAL MARITIME RESCUE FEDERATION
UNTERSTÜTZT SEENOTRETTUNGSDIENSTE IN DER ÄGÄIS

London, 23. Februar 2016

Die International Maritime Rescue Federation (IMRF) startet ein groß angelegtes Projekt, um die Leistungsfähigkeit und Effektivität des Hellenic Rescue Teams (HRT, griechische Freiwilligenorganisation für Suche und Rettung) zu stärken. Das HRT ist Mitglied der IMRF und steht derzeit durch die anhaltenden Einsätze für Flüchtlinge in der Ägäis unter starker Beanspruchung. Die IMRF führt das Projekt mit Seenotrettungsorganisationen durch, die alle Mitglieder der IMRF sind.

Enge Zusammenarbeit mit der griechischen Küstenwache

Nach einem vorübergehenden Rückgang der Flüchtlingszahlen auf den griechischen Inseln im November steigen die Zahlen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) erneut an. Zudem steigt der relative Anteil an Frauen und Kindern. Auf der Insel Chios hatte der Anteil an Frauen im November 2015 bereits 33 Prozent erreicht.

In enger Kooperation mit der griechischen Küstenwache werden die RNLI (Royal National Lifeboat Institution, Vereinigtes Königreich und Irland), die Svenska Sällskapet för Räddning af Skeppsbrutne (SSRS) und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) die SAR-Dienste vor Ort unterstützen (SAR = Search and Rescue, Suche und Rettung). Innerhalb der nächsten Monate werden sie Koordinierung und Training unterstützen sowie Ausrüstung und Rettungseinheiten zur vorübergehenden Entlastung bereitstellen.


IMRF-Geschäftsführer Bruce Reid

Stärkung der griechischen Seenotretter an wichtigen Küstenabschnitten

IMRF-Geschäftsführer Bruce Reid erklärt dazu: „Auf Bitten der griechischen Küstenwache werden wir die Freiwilligen des Hellenic Rescue Teams so schulen, dass sie mittelfristig auf Lesbos, Chios, Samos und Kos als lokale Freiwilligenorganisation die griechische Küstenwache wirksam ergänzen werden.“

Die Unterstützung der IMRF besteht unter anderem in einem strukturierten Ausbildungsplan, der auf den Richtlinien der IMRF basiert und im wesentlichen Training in Seemannschaft und spezifische Schulungen für unterschiedliche Rettungsboot-Typen beinhaltet. Darüber hinaus gibt es ein Train-the-Trainer-Programm sowie Praxisanleitungen für die Crews des HRT.

Auf Chios wird das HRT darüber hinaus beim Aufbau einer neuen Seenotrettungsstation unterstützt. Führungsverantwortung, maritimes SAR-Management, Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising sind weitere Bereiche, in denen die Freiwilligenorganisation gestärkt werden soll.

Kurzfristig werden zunächst jedoch Ressourcen bereitgestellt, damit lokal Suche und Rettung effizienter durchgeführt und mehr Menschen gerettet werden können.

Hilfe zur Selbsthilfe

Das langfristige Ziel des Projektes ist es, Kapazitäten und Leistungsvermögen der griechischen Rettungsstationen so zu verbessern, dass sie den derzeitigen hohen Anforderungen besser gerecht werden können und eine belastungsfähigere Struktur für die Zukunft aufbauen.

RNLI, DGzRS und SSRS werden Rettungseinheiten, Trainings und Ausrüstung zur Verfügung stellen. In enger Kooperation mit der griechischen Küstenwache und dem Hellenic Rescue Team wird die Weiterentwicklung des maritimen Such- und Rettungsdienstes kontinuierlich überprüft und den Erfordernissen angepasst werden.

Vor Ort wird Andreas Arvidsson, Projektmanager der IMRF, für eine Dauer von sechs Monaten gemeinsam mit einem griechischen Projektmanager mit der griechischen Küstenwache und HRT dieses Projekt koordinieren.

„Es ist das Ziel der IMRF, den Verlust von Menschenleben auf den Weltmeeren zu verhindern. Tagtäglich ereignen sich in der Ägäis Tragödien“, sagt Reid. „Durch diese koordinierte Anstrengung unserer Mitglieder hoffen wir, unsere Seenotretter-Kollegen in Griechenland zu stärken, sie zu entlasten und ihnen ein wenig dabei zu helfen, die derzeitige schwere Bürde zu tragen. Nicht zuletzt möchten wir unser Wissen, unsere Expertise und unsere Ressourcen mit ihnen teilen, um die lokale Gemeinschaft der SAR-Dienste vor Ort auszubauen, damit mehr Menschen gerettet werden können.“

Über die IMRF

Die International Maritime Rescue Federation (IMRF) ist der weltweite Zusammenschluss maritimer Such-und Rettungsdienste, anerkannt von der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) der Vereinten Nationen. Die Mitglieder der IMRF teilen ihre Ideen, Technologien und Erfahrungen und arbeiten über Grenzen hinweg zusammen, um ihr gemeinsames humanitäres Ziel zu erreichen: das Sterben von Menschen in den Gewässern dieser Welt zu verhindern. (www.international-maritime-rescue.org)

Weitere Informationen erhalten Sie von:
Richard Peel, RPPR, Tel: +44 780 508 3595
E-Mail: rppr@hotmail.co.uk

http://www.seenotretter-imrf.de/


zuletzt bearbeitet 07.03.2016 17:15 | nach oben springen

#7

RE: Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 05.03.2016 21:51
von JAN-CUX • 722 Beiträge

Crew-Vorbereitung auf den Einsatz in der Ägäis
24. FEBRUAR 2016
In wenigen Tagen wird die erste Einsatzcrew der Seenotretter in Mytilini auf Lesbos eintreffen, um die dortige Station der griechischen Kollegen des Hellenic Rescue Teams zu entlasten. Die Freiwilligen dort arbeiten seit Monaten am Rande ihrer Belastungsgrenze. In Kürze werden die ersten beiden Wachen vor Lesbos in den Einsatz gehen und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit den griechischen Kollegen und deren Ausbildung beginnen.

Die Seenotretter haben gerade ein intensives Training in einem Offshore-Ausbildungszentrum absolviert. Unter höchster körperlicher Belastung trainierten sie den Umgang mit ihrer persönlichen Schutzausrüstung und Taktiken zum Überleben auf See im Team. Auf Basis der Erfahrungen der schwedischen Kollegen wurden im medizinischen Bereich vor allem Reanimationsmaßnahmen für Jugendliche und Kleinkinder aufgefrischt.



Copyright: DGzRS www.seenotretter-imrf.de


zuletzt bearbeitet 07.03.2016 17:11 | nach oben springen

#8

RE: Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 05.03.2016 21:53
von JAN-CUX • 722 Beiträge

MINDEN in Griechenland eingetroffen
25. FEBRUAR 2016
Heute Vormittag hat die MINDEN in Lavrio erstmals Mittelmeer-Wasser unter den Kiel bekommen. Der Schwergutfrachter „Atlantic“ hat den Seenotrettungskreuzer mit seinen bordeigenen Kränen entladen. Transport und Entladung verliefen planmäßig.

In dem griechischen Hafen östlich von Athen übernimmt nun die Überführungscrew der Seenotretter um Vormann Ulrich Fader (Station Bremerhaven) das Ruder der MINDEN. In den kommenden Tagen erfolgt die Überführung des Seenotrettungskreuzers zum Einsatzort Mytilini im Süden der Insel Lesbos.

- (c) PM Shipping


zuletzt bearbeitet 07.03.2016 16:59 | nach oben springen

#9

RE: Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 05.03.2016 21:55
von JAN-CUX • 722 Beiträge

Letzte Etappe: MINDEN auf eigenem Kiel nach Mytilini
29. FEBRUAR 2016
Heute Mittag ist die MINDEN am Einsatzort Mytilini in Süden der Ägäis-Insel Lesbos angekommen. Die Überführungscrew der Seenotretter um Vormann Ulrich Fader (Station Bremerhaven) hatte bereits am Sonntag Lavrio verlassen. In diesem Hafen östlich von Athen war die MINDEN wenige Tage zuvor von einem Schwergutschiff entladen worden.

Auf dem Weg von Lavrio nach Mytilini legte die Crew der MINDEN auf der kleinen Insel Psara einen Übernachtungsstopp ein. Heute Morgen dann begann die Schlussetappe nach Mytilini. Dort werden die Seenotretter jetzt die Station übernehmen und in den kommenden Tagen das Revier erkunden. Die erste Einsatzcrew der MINDEN wird für den 5. März in Mytilini erwartet.



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#10

RE: Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 05.03.2016 22:00
von JAN-CUX • 722 Beiträge

Reviererkundung vor Lesbos
3. MÄRZ 2016
Die Seenotretter um Vormann Ulrich Fader haben mit der MINDEN die Reviererkundung vor Mytilini begonnen. Heute hat der deutsche Seenotrettungskreuzer der DGzRS erstmals den Hafen im Süden der Ägäis-Insel Lesbos zu einer Kontrollfahrt verlassen.

Mit an Bord waren bereits Kollegen der griechischen Schwesterorganisation Hellenic Rescue Team. Die erste Einsatzcrew der MINDEN wird für den 5. März erwartet.



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zuletzt bearbeitet 07.03.2016 17:09 | nach oben springen

#11

RE: Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 08.03.2016 01:20
von JAN-CUX • 722 Beiträge

Griechischer Priester segnet Seenotrettungskreuzer MINDEN
6. MÄRZ 2016
Gemeinsam mit der griechischen Schwesterorganisation Hellenic Rescue Team haben die ersten Übungen der MINDEN vor Lesbos stattgefunden. Am 5. März ist die erste Einsatzcrew für den Seenotrettungskreuzer aus Deutschland auf der griechischen Insel eingetroffen.



Am Sonntagnachmittag, 6. März, segnete ein griechischer Priester die MINDEN in einer feierlichen Zeremonie. Neben der Crew (im Gruppenbild ganz hinten in der letzten Reihe) und Kapitän Udo Helge Fox, Leiter des Rettungsdienstes und Geschäftsführer der DGzRS, waren der Commander der Küstenwache der Nordägäis Kalogyrou Christianna, der Bürgermeister von Lesbos Galinos Spyros, Hafenmeister Varthis Nikolaos, der Commander des Hellenic Rescue Teams Sofiadellis Antonis, der Commander der Feuerwehr Mpampakos sowie vom Ministerium für Maritime Angelegenheiten Griechenlands General Secretary Gianellis Ioannis und Commander Michalakellis Paulos anwesend.


https://www.seenotretter-imrf.de


zuletzt bearbeitet 08.03.2016 17:25 | nach oben springen

#12

RE: Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 08.03.2016 01:22
von JAN-CUX • 722 Beiträge

Erster Einsatz der DGzRS vor Lesbos: 57 Menschen, davon 20 Kinder, aus Seenot gerettet
7. MÄRZ 2016
Der Seenotrettungskreuzer MINDEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist heute, Montag, 7. März 2016, zum ersten Mal vor der griechischen Insel Lesbos im Einsatz gewesen. Dabei hat die Besatzung der MINDEN in der Ägäis 57 Menschen aus Seenot gerettet, 20 von ihnen sind Kinder. Im Rahmen eines zeitlich befristeten internationalen Einsatzes unterstützen die deutschen Seenotretter derzeit ihre griechischen Kollegen.

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Das Tochterboot MARGARETE bugsiert ein überfülltes und seeuntüchtiges Schlauchboot an die geöffnete Heckklappe des Seenotrettungskreuzers MINDEN heran.

Das Joint Rescue Coordination Centre (JRCC) Piräus, die griechische Seenotleitung, alarmierte die MINDEN gegen 6 Uhr am Montagmorgen. Bei den Geretteten handelt es sich überwiegend um syrische Flüchtlinge. Sie wurden auf Veranlassung der Seenotleitung im Hafen von Mytilini an die griechischen Behörden übergeben.

Vor der Südostküste der Insel barg die Besatzung der MINDEN die insgesamt 57 Menschen von zwei seeuntüchtigen Schlauchbooten ab. Trotz Windstärken um fünf Beaufort und gut einem Meter Seegang gelang es mit Hilfe eines speziellen Rettungsstegs in der Heckwanne des Seenotrettungskreuzers, alle Menschen innerhalb von 15 Minuten zu übernehmen.

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Seenotretter Horst Dancker bringt über einen speziellen Rettungssteg in der Heckklappe einen kleinen Jungen an Bord der MINDEN.

„Die meisten Geretteten sind Frauen, kleine Kinder und Säuglinge. Das jüngste Kind ist etwa zwei Monate alt, die älteste Frau über 70“, berichtet der Leiter des Rettungsdienstes und Geschäftsführer der DGzRS, Kapitän Udo Helge Fox. Er war selbst an der Rettung beteiligt. Zwei Gerettete benötigten medizinische Hilfe. Eine Frau erlitt einen Kreislaufkollaps, ein Mann mit Unterzuckerung musste ebenfalls behandelt werden.

Gestern, am Sonntag, 6. März, war der Seenotrettungskreuzer MINDEN bei einer feierlichen Zeremonie von einem griechischen Priester gesegnet worden. Daran nahmen unter anderem Vertreter der griechischen Küstenwache und der Freiwilligen-Organisation Hellenic Rescue Team sowie der Leiter des Rettungsdienstes und Geschäftsführer der DGzRS, Kapitän Udo Helge Fox, teil.

Am Samstag, 5. März, war die erste Einsatzcrew der MINDEN auf Lesbos eingetroffen. Gefahren wird der Seenotrettungskreuzer von Seenotrettern der DGzRS, die sich für diesen Einsatz freiwillig gemeldet haben. Vormann ist derzeit Ulrich Fader von der DGzRS-Station Bremerhaven.

Über den Einsatz
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und weitere nordeuropäische Seenotrettungsgesellschaften beteiligen sich an einem zeitlich befristeten internationalen Einsatz in der Ägäis. Der Einsatz ist Teil der Initiative „Members assisting Members“ der International Maritime Rescue Federation (IMRF). In ihr sind 125 Organisationen aus 48 Ländern zusammengeschlossen.

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Auf Veranlassung der griechischen Seenotleitung bringen die Seenotretter die Geretteten In Mytilini an Land.

Ziel des IMRF-Einsatzes ist Hilfe zur Selbsthilfe: Die IMRF-Mitglieder wollen Kapazitäten und Fähigkeiten ihrer griechischen Kollegen erweitern und das Hellenic Rescue Team (HRT) ausbilden. Diese Freiwilligenorganisation soll mittelfristig die griechische Küstenwache entlasten.

Die DGzRS setzt den Seenotrettungskreuzer MINDEN ein. Die DGzRS hatte die MINDEN 2014 nach 28 Einsatzjahren außer Dienst gestellt und verkauft. Der heutige Eigner stellt das Schiff nun für den Ägäis-Einsatz unentgeltlich der DGzRS zur Verfügung. Im Sommer wird die MINDEN von zwei 8,5 Meter langen Neubauten abgelöst. Diese Einheiten hat die DGzRS auf einer finnischen Werft bestellt, um den griechischen Seenotrettungsdienst langfristig zu stärken. Ihre Anschaffung kann dank des Engagements eines einzelnen Spenders erfolgen.

Die Wahrnehmung der DGzRS-Aufgabe in Nord- und Ostsee bleibt vom Einsatz in der Ägäis unberührt. Die Einsatzfähigkeit der deutschen Seenotretter im eigenen Zuständigkeitsbereich ist ohne Einschränkung gesichert. Die DGzRS hat sich frühzeitig und erfolgreich um Projektspenden für den Einsatz in der Ägäis bemüht. Für weitere projektbezogene Zuwendungen gibt es ein gesondertes Spendenkonto bei der Commerzbank Bremen: IBAN DE30 2908 0010 0100 2338 01. Online-Spenden sind möglich unter.

https://www.seenotretter-imrf.de/spenden/


zuletzt bearbeitet 08.03.2016 17:33 | nach oben springen

#13

RE: Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 08.03.2016 17:35
von JAN-CUX • 722 Beiträge

Zweiter Einsatztag: MINDEN befreit weitere 120 Menschen aus Gefahr
8. MÄRZ 2016
Am zweiten Einsatztag (Dienstag, 8. März) haben die deutschen Seenotretter vor der griechischen Ägäis-Insel Lesbos insgesamt 120 Menschen aus Gefahr befreit, darunter 17 Kinder.

Der Seenotrettungskreuzer MINDEN der DGzRS hat unter Führung der griechischen Küstenwache zwei erfolgreiche Einsätze gefahren. Zunächst nahm die MINDEN am Morgen insgesamt 67 Menschen an Bord, beim zweiten Einsatz am Vormittag 53 weitere. Unter ihnen waren auch zwei hochschwangere Frauen sowie zwei Erkrankte.




Das Copyright der Bilder liegt bei: http://www.seenotretter-imrf.de/


zuletzt bearbeitet 08.03.2016 17:53 | nach oben springen

#14

RE: Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 10.03.2016 18:44
von JAN-CUX • 722 Beiträge

Retter helfen Rettern: Internationaler Einsatz der Seenotretter gemeinsam mit der DLRG in der Ägäis
9. MÄRZ 2016
Gemeinsame Pressekonferenz beider Organisationen am 9. März 2016 in der DGzRS-Zentrale in Bremen

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und weitere nordeuropäische Seenotrettungsgesellschaften beteiligen sich an einem zeitlich befristeten internationalen Einsatz in der Ägäis. Die Seenotretter reagieren damit auf eine konkrete Bitte um Unterstützung des zuständigen griechischen maritimen Such- und Rettungsdienstes (Hellenic Coast Guard). Seit Montag, 7. März 2016, ist der Seenotrettungskreuzer MINDEN in Mytilini/Lesbos einsatzklar. Bereits nach wenigen Stunden kam es zum ersten Einsatz, bei dem 57 Menschen, darunter 20 Kinder, aus Seenot gerettet wurden. Ab 13. März werden zwei der acht Besatzungsmitglieder der MINDEN auf Bitten der DGzRS Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sein. Deren spezielle Wasserrettungsausbildung wird an den griechischen Küsten erforderlich sein.

2016-03-09-PK-DGzRS-DLRG

Von links: Thomas Baumgärtel, Station Manager der DGzRS in Mytilini/Insel Lesbos; Dr. Detlev Mohr, Vizepräsident der DLRG; Gerhard Harder, Vorsitzer der DGzRS; Martin Cordes, Leiter des Fachgebiets Auslandseinsätze der DLRG

Der Einsatz der MINDEN ist Teil der Initiative „Members assisting Members“ der International Maritime Rescue Federation (IMRF). In ihr sind 125 Seenotrettungs- und Wasserrettungsorganisationen aus 48 Ländern zusammengeschlossen.

Dazu gehören auch DGzRS, DLRG und das Hellenic Rescue Team (HRT). Ziel des IMRF-Einsatzes ist Hilfe zur Selbsthilfe: Die Mitglieder wollen Kapazitäten und Fähigkeiten der über die Grenzen ihrer Ressourcen hinaus tätigen griechischen Kollegen erweitern und das HRT ausbilden. Die Freiwilligenorganisation soll mittelfristig die griechische Küstenwache entlasten. Nach wie vor kommen monatlich einige Tausend Flüchtlinge über das Mittelmeer vom türkischen Festland auf die griechischen Ägäis-Inseln. Die Überfahrt kostete bereits viele Menschen das Leben.

Crew der MINDEN ab 13. März:
je sechs Seenotretter und zwei Rettungsschwimmer

Der Seenotrettungskreuzer MINDEN, den die DGzRS 2014 an einen privaten Eigner verkauft hat, wurde der DGzRS für diesen Einsatz unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die MINDEN ist eine Brücke zur nachhaltigen Stärkung der griechischen Seenotretter. Zwei Wachen zu je acht Besatzungsmitgliedern werden den Rund-um-die-Uhr-Betrieb sicherstellen. Die Crew besteht aus fest angestellten und freiwilligen Seenotrettern, verstärkt durch je zwei speziell ausgebildete Rettungsschwimmer der DLRG. Zeitweise ergänzen Mitglieder des Hellenic Rescue Teams die Crew.

Auslöser für die Zusammenarbeit mit der DLRG sind die Erfahrungen schwedischer Seenotretter, die derzeit auf Samos im Einsatz sind. Die Besonderheiten der griechischen Küsten führten in zahlreichen Fällen dazu, dass im Verlauf der Rettungsaktion Rettungsschwimmer eingesetzt werden mussten.

Bis zum Herbst werden zwei 8,5-Meter-Neubauten die MINDEN ablösen. Dazu hat die DGzRS eine erste Projektspende erhalten.

Fünf nordeuropäische Seenotrettungsgesellschaften in der Ägäis im Einsatz

Gemeinsam mit DGzRS und DLRG engagieren sich im Ägäischen Meer die Seenotrettungsgesellschaften Royal National Lifeboat Institution (RNLI, Vereinigtes Königreich & Irland) und Koninklijke Nederlandse Redding Maatschappij (KNRM, Niederlande). Bereits vor Ort im Einsatz sind in unterschiedlichem Maße die Redningsselskapet (RS, Norwegen) und die Svenska Sällskapet för Räddning af Skeppsbrutne (SSRS, Schweden). Die nordeuropäischen Seenotrettungsdienste stimmen ihren Einsatz eng mit der griechischen Küstenwache ab.

Der Einsatz der deutschen Seenotretter wird vom Joint Rescue Coordination Centre (JRCC) Piräus koordiniert. Das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, die deutsche Seenotleitung der DGzRS, hat mit JRCC Piräus in der Vergangenheit bereits oft professionell und erfolgreich zusammengearbeitet.

In Deutschland haben DLRG und DGzRS grundsätzlich voneinander getrennte Aufgaben: Die DLRG hat sich den Wasserrettungsdienst mit Rettungsschwimmern auf Binnengewässern und an den Stränden der Küste zur Aufgabe gemacht. Die DGzRS wiederum ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst auf Nord- und Ostsee und unterhält dazu Seenotrettungskreuzer und -boote. In den gemeinsamen Ägäis-Einsatz bringen DLRG und DGzRS ihre jeweiligen Fähigkeiten und Erfahrungen ein.

Die Wahrnehmung der Aufgaben von DGzRS und DLRG in Deutschland bleibt vom Ägäis-Einsatz unberührt. Um die laufenden Kosten des Einsatzes zu decken, sammelt die DGzRS projektbezogene Spenden unter www.seenotretter-imrf.de/spenden (Sonderkonto bei der Commerzbank Bremen: IBAN DE30 2908 0010 0100 2338 01, BIC DRESDEFF290).



Hinweis für Redaktionen

Foto- und Filmmaterial vom Einsatz in der Ägäis stellen wir Ihnen gern per Download-Link zur Verfügung. Bitte schreiben Sie uns dazu eine kurze E-Mail an presse@seenotretter.de.
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zuletzt bearbeitet 10.03.2016 19:10 | nach oben springen

#15

RE: Die Minden in Griechenland

in DGzRS Schiffe und Newsletter 10.03.2016 18:48
von JAN-CUX • 722 Beiträge

Dritter Einsatztag: MINDEN befreit weitere 145 Menschen aus Gefahr
9. MÄRZ 2016
Am dritten Einsatztag (Mittwoch, 9. März) hat der Seenotrettungskreuzer MINDEN vor Lesbos insgesamt drei erfolgreiche Einsätze gefahren. Dabei haben die deutschen Seenotretter 145 Menschen aus Gefahr befreit, darunter 40 Kinder.

Die erste Alarmierung erhielt die MINDEN am frühen Morgen gegen 6 Uhr. Aus diesem Einsatz brachten die Seenotretter 46 Menschen, darunter zwölf Kinder, sicher in Mytilini an Land.

Der Seenotrettungskreuzer lief direkt wieder aus und wurde bereits kurz nach Passieren der Hafenausfahrt von JRCC Piräus erneut alarmiert. Von einem weiteren seeuntüchtigen Schlauchboot bargen die Seenotretter rund 60 Menschen ab.

Auf der Rückfahrt erreichte die MINDEN ein dritter Alarm, diesmal ging es ein ganzes Stück Richtung Norden. Dort nahm die MINDEN weitere rund 40 Menschen an Bord. Mit insgesamt 99 Menschen, darunter 28 Kinder, erreichte der Seenotrettungskreuzer zum zweiten Mal an diesem Tag den Hafen von Mytilini.

Seit Beginn des Einsatzes am 7. März haben die Seenotretter in der Ägäis insgesamt 322 Menschen, darunter 77 Kinder, aus Gefahr befreit.
www.seenotretter-imrf.de


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