#166

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in DGzRS Schiffe und Newsletter 17.04.2015 15:12
von JAN-CUX • 722 Beiträge

15.04.2015Neuer 28-Meter-Seenotrettungskreuzer der DGzRS für Amrum hat Wasser unter dem Kiel

Der neue 28 Meter lange Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schwimmt in seinem Element. Die Schiffbauer der Fr. Fassmer-Werft in Berne-Motzen haben das Typschiff einer völlig neuen Klasse am Dienstag, 14. April 2015, über ein großes Hebewerk in die Weser abgesenkt. Die Seenotretter werden die neue Rettungseinheit zu ihrem 150-jährigen Bestehen am 30. Mai 2015 taufen. Auf einer besonderen Internetseite (www.150-jahre-seenotretter.de) ist zu verfolgen, wie der Neubau entsteht.

Neuer 28-Meter-Seenotrettungskreuzer der DGzRS für Amrum hat Wasser unter dem Kiel

Derzeit sind der neue Seenotrettungskreuzer und sein Tochterboot noch mit den internen Bezeichnungen SK 35 und TB 39 versehen. Ihre Namen werden beide Schiffe am Samstag, 30. Mai 2015, in Bremerhaven erhalten – einen Tag nach dem 150. Geburtstag der DGzRS. Die Taufe findet in der Mittagszeit vor der Seebäderkaje statt. Begleitet wird die Zeremonie von einer einzigartigen Schiffsparade: Rettungseinheiten aus vielen Ländern werden darunter sein, da die DGzRS ab 1. Juni 2015 für vier Tage Gastgeber des „World Maritime Rescue Congress“, der internationalen Konferenz der Seenotretter ist. Bereits am 30. und 31. Mai können viele dieser Rettungseinheiten besichtigt werden.

Der völlig neu konstruierte 28-Meter-Seenotrettungskreuzer ist als leistungsfähiger Nachfolgetyp für die bewährte 27,5-Meter-Klasse vorgesehen (BERLIN, HERMANN HELMS u. a.). Den Auftrag zum Bau der ersten drei Einheiten hat die DGzRS an die Fassmer-Werft vergeben. Das Typschiff der 28-Meter-Klasse ist für die Station Amrum bestimmt. Dort soll es im Zuge der Modernisierung der Rettungsflotte die 23,3 Meter lange VORMANN LEISS mit Tochterboot JAPSAND ersetzen, den dienstältesten Seenotrettungskreuzer an der schleswig-holsteinischen Westküste (Baujahr 1985). Gemeinsam mit den in den vergangenen Jahren in Dienst gestellten Seenotrettungskreuzern der Nachbarstationen wird der Neubau diesen Teil der viel befahrenen Deutschen Bucht absichern.

Die Eckdaten der neuen Klasse:
Länge über Alles: 27,90 Meter • Breite über Alles: 6,2 Meter • Tiefgang: 2,00 Meter
Geschwindigkeit: 24 Knoten (ca. 45 km/h) • Besatzung: 9/4 Pers. (Stamm/Einsatz)
Antrieb: zwei Propeller, je 1.440 kW/1.958 PS = 2.880 kW/3.916 PS • Verdrängung: 120 Tonnen

In der für Seenotrettungskreuzer typischen Heckwanne werden die 28-Meter-Einheiten jeweils ein gut acht Meter langes Tochterboot mit sich führen. Sie erhalten moderne Weiter-entwicklungen der jüngsten Tochterboote der bestehenden 27,5-Meter-Klasse (VEGESACK, CASPAR).

Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS werden Seenotrettungskreuzer und Tochterboot im bewährten Netzspantensystem vollständig aus Aluminium gebaut, als Selbstaufrichter konstruiert und ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert. Freunde und Förderer der DGzRS können in einem umfangreichen Werft-Tagebuch mit Bildergalerien und Videos auf der Internetseite www.150-jahre-seenotretter.de verfolgen, wie der neue Seenotkreuzer entsteht.

Die DGzRS setzt derzeit von 54 Stationen in Nord- und Ostsee rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote ein. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) koordiniert zentral alle Such- und Rettungsmaßnahmen. Trotz aller Technik: Im Mittelpunkt des Rettungswerkes steht nach wie vor der Mensch. Ohne die freiwillige Bereitschaft der Seenotretter zu ihren nicht selten gefahrvollen Einsätzen wäre die Arbeit der DGzRS auch heute nicht denkbar. Jahr für Jahr fahren die Einheiten der Rettungsflotte mehr als 2.000 Einsätze auf Nord- und Ostsee.


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#167

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in DGzRS Schiffe und Newsletter 24.04.2015 17:13
von JAN-CUX • 722 Beiträge

23.04.2015
Zwei Schwerverletzte nach Bootsunfall vor Kühlungsborn / Seenotretter im Nachteinsatz
Mit offenbar hoher Geschwindigkeit ist am späten Mittwochabend, 22. April 2015, ein Motorboot auf die Nordmole des Bootshafens Kühlungsborn aufgefahren. Die Besatzung des Seenotrettungsbootes KONRAD-OTTO der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) barg die zweiköpfige Motorboot-Crew. Die beiden etwa 40 Jahre alten Männer hatten sich bei der Kollision schwere Verletzungen zugezogen.

Gegen 22.40 Uhr alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS die Kühlungsborner Seenotretter. Eine Spaziergängerin im Hafen hatte den lauten Knall der offenbar ungebremsten Kollision des etwa fünf Meter langen gedeckten Bootes mit den Steinen der Mole gehört und den Notruf gewählt.

Die Freiwilligen-Besatzung der KONRAD-OTTO war zu dieser Zeit zur turnusgemäßen Mannschaftsversammlung zusammengekommen. Bereits nach wenigen Minuten besetzten drei Seenotretter das Rettungsboot und liefen aus. Zur gleichen Zeit war auch die Freiwillige Feuerwehr Kühlungsborn im Hafen eingetroffen.

Seeseitig bot sich den Seenotrettern ein dramatisches Bild: Das Motorboot lag etwa 30 Meter westlich der Hafeneinfahrt an der Außenseite der Mole mit dem Bug unter Wasser und mit dem Heck auf den Steinen. „Einer der beiden Männer hockte apathisch auf dem Boot, der zweite saß blutend auf der Mole“, beschreibt Vormann Rainer Kulack die Situation.

Im Überlebensanzug gelang es einem freiwilligen Seenotretter, den am Kopf verletzten Schiffbrüchigen auf der Mole zu erreichen und zum Seenotrettungsboot zu bringen. Weitaus schwieriger gestaltete sich die Abbergung des Mannes auf dem Boot. Er wollte den Havaristen nicht verlassen und klagte über extreme Rippenschmerzen.

Den Seenotrettern gelang es jedoch, auch ihn auf die KONRAD-OTTO zu bringen. Ein medizinisch besonders ausgebildeter Rettungsmann der DGzRS übernahm die Erstversorgung, bevor die Seenotretter die beiden Männer im Hafen an den Landrettungsdienst übergaben.

Für die Besatzung der KONRAD-OTTO war der Einsatz damit noch nicht beendet: Mit dem starken Suchscheinwerfer des Seenotrettungsbootes leuchtete sie anschließend den Unfallort aus, um der Freiwilligen Feuerwehr Kühlungsborn in partnerschaftlicher Zusammenarbeit die Bergung im Wasser schwimmender Brennstofftanks zu ermöglichen.


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#168

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in DGzRS Schiffe und Newsletter 11.05.2015 00:09
von JAN-CUX • 722 Beiträge

10.05.2015
Freiwillige Seenotretter befreien vor Spiekeroog Kajakfahrer aus Lebensgefahr
Ein Kajakfahrer verdankt sein Leben aufmerksamen Passagieren der Spiekeroog-Fähre und der Revierkenntnis der Neuharlingersieler Seenotretter. Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes NEUHARLINGERSIEL der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) rettete den stark unterkühlten Mann am Samstagnachmittag, 9. Mai 2015, sprichwörtlich in letzter Minute aus dem ostfriesischen Wattenmeer. In der folgenden Nacht fanden die Baltrumer Seenotretter einen überfälligen Schlauchbootfahrer zwischen Neßmersiel und der Insel.

Gegen 13.50 Uhr meldete sich die Inselfähre „Spiekeroog I“ bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS. Passagiere hatten ein gekentertes Kajak nahe der Tonne 18 in der Otzumer Balje gesichtet. Bereits rund zehn Minuten später legte die Freiwilligenbesatzung mit der NEUHARLINGERSIEL ab.

Die Seenotretter fanden den stark unterkühlten Mann etwa anderthalb Seemeilen (ca. 2,5 Kilometer) östlich der gemeldeten Position. Bei Nordwestwind um sechs Beaufort (bis 49 km/h) war der 70-Jährige vertrieben. „In der kabbeligen See war das gekenterte Boot kaum auszumachen. Der Mann hielt sich mit letzter Kraft daran fest. Nur sein Kopf ragte aus dem Wasser“, schildert Vormann Wolfgang Gruben die schwierige Suche.

Die Seenotretter nahmen den kaum ansprechbaren, stark unterkühlten Schiffbrüchigen an Bord und hüllten ihn in wärmende Decken. Sie bestellten Notarzt und Rettungswagen zur weiteren Versorgung nach Neuharlingersiel. Der 70-Jährige war gemeinsam mit einem zweiten Kajakfahrer unterwegs gewesen, der allerdings sicher die Insel erreicht hatte.

Gegen 23 Uhr wiederum erfuhr die SEENOTLEITUNG BREMEN von einem überfälligen Schlauchboot mit 6-PS-Außenbordmotor, unterwegs vom Festland nach Baltrum. Zeugen hatten das Auslaufen aus Neßmersiel mit einem Mann an Bord beobachtet. Gemeinsam mit einem Such- und Rettungshubschrauber der Deutschen Marine suchte das Seenotrettungsboot ELLI HOFFMANN-RÖSER das Wattenmeer ab. Nördlich Baltrum unterstützten der Seenotrettungskreuzer HANNES GLOGNER/derzeit Station Norderney, das Zollschiff „Borkum“ und der Schlepper „Nordic“ die Suche.

Gegen 0.45 Uhr entdeckte die Besatzung der ELLI HOFFMANN-RÖSER etwas im Lichtkegel ihres Suchscheinwerfers, konnte die Stelle aufgrund des geringen Wasserstands allerdings nicht anlaufen. Als der Marinehubschrauber den Fundort ausleuchtete, watete der Vermisste den Seenotrettern entgegen. Die ELLI HOFFMANN-RÖSER brachte Boot und Bootsführer wohlbehalten nach Baltrum.


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#169

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in DGzRS Schiffe und Newsletter 15.05.2015 18:10
von JAN-CUX • 722 Beiträge

13.05.2015
Seenotretter bringen Plattbodenschiff nach Wassereinbruch in Sicherheit

Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben gestern, den 12. Mai 2015, ein niederländisches Traditionsschiff nach Wassereinbruch in der Deutschen Bucht sicher nach Bremerhaven gebracht. Die zweiköpfige Besatzung kam mit dem Schrecken davon.

Nach einem plötzlichen Wassereinbruch hatte die Besatzung des 22 Meter lange Plattbodenschiffes 25 Seemeilen (ca. 45 Kilometer) nordwestlich von Bremerhaven und wenige Kilometer vom Leuchtturm Roter Sand entfernt Anker geworfen. Die beiden Männer an Bord versuchten, mit einer kleinen Pumpe den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen.
Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte sofort die Seenotkreuzer der Stationen Bremerhaven und Cuxhaven sowie die umliegende Schifffahrt. Als erste vor Ort waren ein Fischkutter sowie ein Schiff und ein Hubschrauber der Bundespolizei, die zur Sicherung auf Standby gingen.
Die Seenotkreuzer HERMANN HELMS / Station Cuxhaven und HERMANN RUDOLF MEYER / Station Bremerhaven halfen schließlich der Besatzung, mit ihren Lenz-Pumpen den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bringen.
Die HERMANN RUDOLF MEYER schleppte das Schiff nach Bremerhaven. 
Die Ursache des Wassereinbruches ist nicht bekannt. Das Plattbodenschiff ist im niederländischen Zoutkamp beheimatet.
Zur Zeit der Havarie herrscht Wind aus West mit vier Beaufort bei bis zu einem Meter See. 


zuletzt bearbeitet 15.05.2015 18:15 | nach oben springen

#170

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in DGzRS Schiffe und Newsletter 10.06.2015 10:53
von JAN-CUX • 722 Beiträge

08.06.2015
Schwelbrand auf Fischkutter südöstlich von Rügen
Zwei Rettungseinheiten der Seenotretter im Einsatz vor dem Peenemünder Haken

Feuer im Schiff: Jeder Seemann kennt die Gefahren einer solchen Situation. Die Seenotretter sind am Montagabend, 8. Juni 2015, vor dem Peenemünder Haken dem Fischkutter „Einheit“ mit Schwelbrand an Bord zu Hilfe gekommen. Zwei Rettungseinheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) liefen zu dem gut 18 Meter langen Havaristen südöstlich der Insel Rügen.

Gegen 20.40 Uhr meldete sich der Fischkutter „Bergen“ (Heimathafen Ueckermünde) über den internationalen Notruf- und Anruffunkkanal 16 bei den Seenotrettern. Die „Bergen“ und der etwa gleich große Kutter „Einheit“ (Heimathafen Karlshagen) hatten zuvor Freest mit Ziel Bornholm verlassen. Querab der kleinen Insel Ruden, nördlich des Peenemünder Hakens, hatte die zweiköpfige Besatzung der „Einheit“ einen Schwelbrand im Vorschiff entdeckt.

Mit einem CO2-Löscher versuchten die beiden Fischer, den Brand zu bekämpfen. Um ein Ausbreiten zu verhindern, schlossen sie eine Luke im Vorschiff. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers EUGEN/Station Greifswalder Oie hatte den Notruf aufgefangen. Umgehend verließ die EUGEN ihre Station. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte außerdem das von Freiwilligen gefahrene Seenotrettungsboot HEINZ ORTH/Station Freest und die Freiwillige Feuerwehr Freest.

Während die HEINZ ORTH sechs Feuerwehrleute an Bord nahm, ging die „Bergen“ bei der „Einheit“ längsseits, um sie in Schlepp zu nehmen. Der havarierte Kutter hatte aus Sicherheitsgründen seine Maschine abgeschaltet und trieb nun manövrierunfähig auf der Ostsee. Vor dem Fischereihafen von Freest übergab die HEINZ ORTH die mit Atemschutzgeräten ausgerüsteten Feuerwehrleute auf den Havaristen.

Unterdessen war auch die EUGEN eingetroffen. Beide Rettungseinheiten begleiteten den kleinen Schleppverband nach Freest. Im dortigen Fischereihafen übernahmen die Freiwillige Feuerwehr Freest und die Wasserschutzpolizei Wolgast die weiteren Maßnahmen. Nach Angaben der Feuerwehr war der Schwelbrand schnell unter Kontrolle.


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#171

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in DGzRS Schiffe und Newsletter 09.01.2016 19:30
von JAN-CUX • 722 Beiträge

19.06.2015
Ununterbrochen im Einsatz - Seenotretter der Station Greifswalder Oie helfen Fahrgastschiff und zwei Segelyachten
Gleich drei Einsätze nacheinander haben die Seenotretter der Station Greifswalder Oie der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) seit der vergangenen Nacht bis zum heutigen Mittag in Atem gehalten.


Um zwei Uhr am frühen Freitagmorgen, den 19. Juni 2015, war der Seenotrettungskreuzer EUGEN von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmiert worden. Auf dem Freesendorfer Haken, einer dem Festland vorgelagerten Sandbank an der Mündung der Peene, war eine Segelyacht mit einem Mann an Bord festgekommen. Die 15 Meter lange Yacht hatte einen leichten Wassereinbruch und war aufgrund der besonderen Kielform so fest auf Grund aufgelaufen, dass die Seenotretter in der Nacht Verstärkung durch die Besatzung des Seenotrettungsbootes HEINZ ORTH der Station Freest anforderten.

Gemeinsam gelang es schließlich, die Yacht (Heimathafen Wolfsburg) freizuschleppen. Die Freiwilligen-Besatzung der HEINZ ORTH brachte das Schiff nach Kröslin, wo es sofort mit Hilfe eines Krans an Land gehoben wurde.


Kurz nachdem die EUGEN auf ihre Station zurückgekehrt war, meldete sich der Kapitän des Fahrgastschiffes MS Adler Mönchgut. Im engen Fahrwasser des Peenestromes war das Schiff kurzzeitig vom Kurs ab- und festgekommen. Durch den vorherrschenden Seitenwind kam das Schiff durch eigene Maschinenmanöver nicht frei. Der Seenotrettungskreuzer konnte das Fahrgastschiff innerhalb kürzester Zeit freischleppen. Das Schiff kehrte zum Ausgangshafen Peenemünde zurück. An Bord befanden sich 16 Passagiere. Es entstanden weder Personen- noch Sachschäden.


Noch auf dem Rückweg zur Station meldete sich eine weitere Segelyacht (Heimathafen Stralsund), die kurze Zeit später ganz in der Nähe des vorigen Einsatzortes aufgelaufen war. Auch hier konnten die Seenotretter schnell helfen. Die vier Segler an Bord konnten ihren Törn fortsetzen.
Erst gegen Mittag traf der Seenotrettungskreuzer wieder auf seiner Station ein.
Im Revier herrschen zurzeit westliche Winde mit Stärken von fünf Beaufort.


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#172

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in DGzRS Schiffe und Newsletter 09.01.2016 19:31
von JAN-CUX • 722 Beiträge

28.06.2015
Neues Seenotrettungsboot bewährt sich bei seiner ersten Einsatzfahrt
Das neue Seenotrettungsboot HENRICH WUPPESAHL der Freiwilligen-Station Neustadt in Holstein hat am Samstag, 27. Juni 2015, bei seiner ersten Einsatzfahrt seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Die modernste Rettungseinheit der 9,5-/10,1-Meter-Klasse der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) befreite in der Lübecker Bucht eine auf Grund gelaufene Motoryacht und ihre zweiköpfige Besatzung aus einer misslichen Lage.


Bewährte sich auf seiner ersten Einsatzfahrt: das neue Seenotrettungsboot HENRICH WUPPESAHL der DGzRS.
Gegen 13 Uhr alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS die freiwilligen Seenotretter der Station Neustadt in Holstein: Ein Spaziergänger hatte in der Lübecker Bucht rund eine Seemeile (etwa 1,85 Kilometer) südlich von Pelzerhaken den Eindruck gehabt, einen Kitesurfer in Not beobachtet zu haben. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass niemand Hilfe benötigte.

Gerade als sich die dreiköpfige Besatzung der HENRICH WUPPESAHL auf den Rückweg machen wollte, schickte die SEENOTLEITUNG BREMEN die freiwilligen Seenotretter gegen 13.45 Uhr erneut in den Einsatz: Eine elf Meter lange Motoryacht war in der Nähe auf Grund gelaufen und die zweiköpfige Crew konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr aus ihrer misslichen Lage befreien.

Beim Havaristen angekommen, stellten die freiwilligen Seenotretter bei westlichen Winden der Stärke 4 (bis zu 28 km/h) und einem halben Meter Seegang routiniert eine Leinenverbindung her. Anschließend zog das 380 PS starke Seenotrettungsboot die Motoryacht „Starlight“ ins tiefere Wasser und begleitete sie sicherheitshalber in den Yachthafen „Ancora Marina“ von Neustadt. Bootsführer Johannes Heyne war nach der ersten Einsatzfahrt sehr zufrieden mit seinem neuen Schiff: „Unser neues Seenotrettungsboot hat sich wirklich hervorragend bewährt“, lobte er.

Die HENRICH WUPPESAHL war am Freitag, 29. Mai 2015, dem 150. Geburtstag der Seenotretter, auf dem Marktplatz in Bremen von Daniela Schadt, der Lebensgefährtin des Bundespräsidenten und DGzRS-Schirmherrn Joachim Gauck, getauft worden.


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#173

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in DGzRS Schiffe und Newsletter 09.01.2016 19:34
von JAN-CUX • 722 Beiträge

03.07.2015
Schilkseer Seenotretter bringen stark unterkühlte Kitesurferin in Sicherheit
Eine stark unterkühlte und entkräftete Kitesurferin verdankt ihre Rettung aus der Kieler Förde den freiwilligen Seenotrettern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Die Besatzung des Seenotrettungsbootes WALTER ROSE/Station Schilksee brachte die junge Frau am Donnerstagnachmittag, 2. Juli 2015, in Sicherheit.


Gegen 13.45 Uhr erfuhr die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS unabhängig voneinander durch zwei Beobachter an Land, dass in der Strander Bucht eine Kitesurferin in Not geraten war. Der 27-Jährigen gelang es offenbar nicht mehr, ihr ins Wasser gestürztes Kitesegel wieder zu starten.

Mit drei Freiwilligen an Bord verließ die WALTER ROSE ihre Station Schilksee. Bereits nach kurzer Suche fanden die Seenotretter die Kitesurferin eine knappe Seemeile (etwa anderthalb Kilometer) vor der Küste. „Inzwischen war ein Surfer bei der Frau. Sie hielt sich an seinem Brett fest“, schildert Jürgen Naumann, Schiffsführer der WALTER ROSE, die Situation vor Ort.

Die Seenotretter nahmen die entkräftete Kitesurferin an Bord und versorgten sie. Die Körpertemperatur der Frau war bereits auf nur noch etwa 33 Grad Celsius abgesunken, obwohl sie einen Neoprenanzug trug. Die WALTER ROSE brachte die Gerettete nach Schilksee, wo der Landrettungsdienst die weitere Versorgung übernahm. Auch das Kitesegel wurde geborgen.


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#174

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in DGzRS Schiffe und Newsletter 09.01.2016 19:36
von JAN-CUX • 722 Beiträge

05.07.2015
Motorbootcrew zwischen Pier und Frachtschiff im Elbehafen Brunsbüttel gefangen
Erfolgreiche Suche nach orientierungsloser Floßbesatzung in der Ostsee


Nach Motorproblemen ist dieses Motorboot mit dem Ebbstrom zwischen Pier und Frachtschiff in eine gefährliche Lage geraten.
Nachdem das Glück zwei Motorbootfahrer zunächst verlassen hatte, kehrte es in Form der Seenotretter aus Brunsbüttel zurück: Die Freiwilligen-Mannschaft des Seenotrettungsbootes GILLIS GULLBRANSSON hat am Samstag, 4. Juli 2015, die zweiköpfige Besatzung der „Fortuna“ (lateinisch: „Glück“) aus einer gefährlichen Lage befreit. Nach Motorproblemen war das Boot im Brunsbütteler Elbehafen zwischen die Pier und ein großes Frachtschiff geraten. Ebenfalls glücklich ging ein Einsatz der Seenotretter aus Prerow/Wieck (Ostsee) für ein junges Paar in der nächsten Nacht zu Ende.

Hier ein Bild der Gillis Gullbransson:

Brunsbüttel. Der Einsatz auf der Unterelbe sollte höchst ungewöhnlich enden, begann aber zunächst wie Routine: Gegen 10.35 Uhr meldete sich der Skipper mit Motorproblemen über den international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS.

Während die Freiwilligen der Station Brunsbüttel das Seenotrettungsboot GILLIS GULLBRANSSON besetzten, spitzte sich die Situation zu: Das Ehepaar an Bord, unterwegs von Winsen/Luhe zur Ostsee, schaffte es zwar noch, die Massengutpier des Elbehafens anzusteuern. Doch aufgrund des starken Ebbstroms gelang es ihm nicht, dort festzumachen. Meter um Meter trieb sein Boot zwischen den 180 Meter langen Frachter „Atlantic Clover“ (Flagge: Panama) und die Pier.


Das Seenotrettungsboot GILLIS GULLBRANSSON hat angetaut und das Motorboot befreit.
Als die Seenotretter kurz darauf eintrafen, war das Paar in Gefahr: „Der Schwell eines vorbeifahrenden großen Schiffes hätte dazu führen können, dass der Frachter das kleine Boot zerdrückt“, schildert Jochen Wilfarth, Bootsführer der GILLIS GULLBRANSSON. Er ließ das Seenotrettungsboot mit dem Ebbstrom auf den Havaristen zutreiben. Zügig und routiniert übergaben die Seenotretter eine Schleppleine. Zur Sicherheit übernahmen sie das Ehepaar, bevor die GILLIS GULLBRANSSON antaute und die „Fortuna“ glücklich befreite.

An Bord des Seenotrettungsbootes versorgte die Crew die Motorbootfahrer bei Außentemperaturen von mehr als 35 Grad Celsius zunächst mit reichlich Wasser. Im sicheren Schlepp der GILLIS GULLBRANSSON erreichte die „Fortuna“ den Brunsbütteler Yachthafen.

Prerow/Wieck. Ebenfalls glücklich ausgegangen ist eine Bootstour eines Paares im Bodstedter Bodden der Ostsee in der Nacht zu Sonntag, 5. Juli 2015. Die jungen Leute hatten ein Floß mit Deckshaus gechartert und vor Wieck über Nacht den Anker ausgebracht, der jedoch in starken Windböen eines Gewitterausläufers nicht hielt. Das Boot trieb über den Bodstedter Bodden.

Gegen 1.10 Uhr in der Nacht rief das verängstigte und orientierungslose Paar das Charterunternehmen an, das die DGzRS um Hilfe bat. Mit dem Seenotrettungsboot STRALSUND der Station Prerow/Wieck suchte eine Freiwilligen-Besatzung nach dem Floß. Eine Positionsangabe konnte das Paar nicht machen. „Wir haben die beiden deshalb telefonisch gebeten, mit einer Taschenlampe Lichtzeichen zu geben. So haben wir sie auf der anderen, südlichen Seite des Boddens zwischen Bodstedt und Pruchten gefunden“, berichtet Vormann Jens Pagel.

Das Floß lag sicher im dichten Schilfgürtel und war für die STRALSUND nicht mehr zu erreichen. Das junge Paar watete deshalb den Seenotrettern entgegen. Sie brachten die Urlauber sicher nach Wieck, wo sie den Rest der Nacht verbrachten.


zuletzt bearbeitet 12.01.2016 16:08 | nach oben springen

#175

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in DGzRS Schiffe und Newsletter 09.01.2016 19:39
von JAN-CUX • 722 Beiträge

09.07.2015
Internationaler Einsatz: Deutsche Segler vor der dänischen Insel Langeland aus Seenot gerettet
Zwei deutsche Segler verdanken den Seenotrettern aus Maasholm und reibungsloser internationaler Zusammenarbeit vermutlich ihr Leben: Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers NIS RANDERS der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) holte in der Nacht zu Donnerstag, 9. Juli 2015, die beiden Männer bei stürmischem Wetter südöstlich der dänischen Insel Langeland von ihrem havarierten Segelboot – wenig später ging es unter.


Kurz vor 1 Uhr hatte die dänische Küstenfunkstelle Lyngby Radio über den international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 einen „Mayday“-Ruf (unmittelbare Lebensgefahr) aufgefangen: Die beiden deutschen Segler meldeten Wassereinbruch, Motorschaden und kaputte Segel. Die Dänen baten die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS um Unterstützung, da dänische Rettungseinheiten von der gemeldeten Position südöstlich der dänischen Insel Ærø zu weit entfernt waren. Der Seenotrettungskreuzer NIS RANDERS lief von seiner Station Maasholm (Schleswig-Holstein) zum etwa 18 Seemeilen (rund 33 Kilometer) entfernten Havaristen. Gleichzeitig flog ein SAR-Hubschrauber der dänischen Marine zur Unglücksstelle.

Vor Ort konnte die Hubschrauber-Besatzung das sieben Meter lange Segelboot „Pauline“ zunächst nicht entdecken. Erst als die Segler nach Aufforderung eine rote Rakete – ein international einheitliches Seenotsignal – abschossen, war klar: Das manövrierunfähige Boot befand sich etwa drei Seemeilen (rund 5,5 Kilometer) südöstlich der dänischen Insel Langeland am Südausgang des Großen Belts und damit etwa zwölf Seemeilen (rund 22 Kilometer) von der ursprünglich gemeldeten Position entfernt. Sofort änderte die NIS RANDERS ihren Kurs.

Gegen 2 Uhr fand der SAR-Hubschrauber den Havaristen, musste jedoch zurück ans Festland fliegen, um zu tanken. Unterdessen erreichte ein dänischer Fischkutter die Unglücksstelle und blieb vor Ort, um notfalls direkt eingreifen zu können. Als die NIS RANDERS etwa um 3 Uhr bei der „Pauline“ ankam, stellten die Seenotretter bei Windstärken von sieben bis acht Beaufort (bis zu 74 km/h) aus westsüdwestlicher Richtung und etwa zwei Metern Seegang eine Leinenverbindung her, um das Segelboot nach Bagenkop auf Langeland zu schleppen. Doch bis dahin kam der Schleppverband nicht.

Unterwegs meldeten die Segler plötzlich, dass sie starken Wassereinbruch haben und ihr Boot zu sinken droht. Die Seenotretter verloren keine Sekunde: Sie setzten das Tochterboot ONKEL WILLI aus, holten die beiden total erschöpften sowie verängstigten Männer von ihrem Segelboot und brachten sie an Bord der NIS RANDERS. Dort versorgten sie sie mit wärmenden Decken. Kurze Zeit später ging die „Pauline“ unter. Die Seenotretter informierten die Schifffahrt über den Untergang.

Als der Seenotrettungskreuzer gegen 6.30 Uhr und nach 62 Seemeilen (rund 115 Kilometern) wieder im Hafen von Maasholm festmachte, war der Gesundheitszustand der beiden Männer stabil. Die Seenotretter übergaben die Schiffbrüchigen nach einem ausgiebigen Frühstück an Bord an die örtliche Polizei, die sich um die weitere Versorgung der Segler kümmerte.


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#176

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in DGzRS Schiffe und Newsletter 09.01.2016 19:42
von JAN-CUX • 722 Beiträge

11.07.2015
Zwei Fahrgastschiffe im nordfriesischen Wattenmeer festgefahren – Seenotretter bergen Passagiere ab
Seenotrettungskreuzer-Neubau im Einsatz zwischen Amrum und Hallig Hooge


Zwischen Amrum und der Hallig Hooge sind die beiden Fahrgastschiffe „Adler-Express“ (r.) und „Hauke Haien“ festgekommen.
Erster größerer Einsatz für den jüngsten Seenotrettungskreuzer ERNST MEIER-HEDDE/Station Amrum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS): Bei ablaufendem Wasser haben sich am Samstagmittag, 11. Juli 2015, zwei Fahrgastschiffe im nordfriesischen Wattenmeer festgefahren. Allein an Bord des größeren der beiden Schiffe befanden sich rund 240 Menschen. Alle Passagiere, darunter auch einige Kinder, sind inzwischen sicher an Land.

Gegen 11.25 Uhr alarmierte die „Adler-Express“ die Seenotretter: Auf dem Weg von Hooge nach Amrum hatte sich das 42 Meter lange Fahrgastschiff auf dem sogenannten „Schweinsrücken“ und damit etwa auf halber Strecke festgefahren – bei gutem Wetter und wenig Wind. An Bord befanden sich 239 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder.


Beim Versuch, der „Adler-Express“ schnell zu Hilfe zu kommen, war das etwas kleinere, 34 Meter lange Fahrgastschiff „Hauke Haien“ ebenfalls festgekommen. Auf keinem der beiden Schiffe sind Verletzte zu beklagen. Da jedoch für beide angesichts des Wasserstands keine Möglichkeit mehr bestand, sich aus eigener Kraft beizeiten wieder zu befreien, baten sie die Seenotretter um Hilfe.

Für den erst Ende Mai dieses Jahres zum 150-jährigen Bestehen der DGzRS getauften und Mitte Juni auf Amrum stationierten neuesten Seenotrettungskreuzer ERNST MEIER-HEDDE und sein Tochterboot LOTTE begann – abgesehen von einem bereits durchgeführten Krankentransport – damit der erste größere Einsatz. Gut 20 Minuten nach der Alarmierung traf der 24 Knoten (ca. 45 km/h) schnelle Neubau am Unglücksort ein.


Die Passagiere auf der Sandbank „Schweinsrücken“
Wegen des weiter ablaufenden Wassers (Niedrigwasser auf Amrum wurde für 16.13 Uhr erwartet) gelang es nicht mehr, die Menschen direkt von den Fahrgastschiffen zu übernehmen. Die Passagiere verließen die Schiffe auf die Sandbank. Das Tochterboot LOTTE des Seenotrettungskreuzers ERNST MEIER-HEDDE, ein Schlauchboot der „Adler-Express“ sowie eines des Sylter Catamaran-Clubs Hörnum nahmen die Menschen nach und nach an Bord. Sie übergaben sie an die inzwischen in der Nähe wartenden Fahrgastschiffe „Adler IV“, „Hilligenlei“ und „Rungholt“. Allein die rund acht Meter lange LOTTE übernahm in acht Anläufen rund 95 Menschen.

Das nächste Hochwasser wird für gegen 22 Uhr erwartet. An Bord der beiden Havaristen befinden sich derzeit nur noch die Besatzungen. Die Seenotretter und die Reedereien hoffen, dass die beiden Fahrgastschiffe mit auflaufendem Wasser aus eigener Kraft wieder freikommen. Zur Sicherheit bleibt der Seenotrettungskreuzer ERNST MEIER-HEDDE unterdessen in der Nähe.

Nachtrag 20.45 Uhr:
Mit einsetzender Flut sind die „Hauke Haien“ gegen 19.15 Uhr und die „Adler-Express“ gegen 20.15 Uhr aus eigener Kraft wieder freigekommen. Sie steuerten die Häfen von Dagebüll und Husum an.


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#177

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in DGzRS Schiffe und Newsletter 09.01.2016 19:44
von JAN-CUX • 722 Beiträge

15.07.2015
Suche der Seenotretter vor der Schleimündung – Angler nach Bootskenterung in Lebensgefahr
Bei der Kenterung eines Angelbootes 2,5 Seemeilen (vier Kilometer) nordöstlich des Ausganges der Schlei (Ostsee) sind heute, Mittwoch, den 15. Juli 2015, zwei Männer außenbords gestürzt. Während einer der beiden von einer Segelyacht an Bord genommen werden konnte, wurde der zweite Mann erst nach einer Suche mit mehreren Rettungseinheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) bewusstlos aufgefunden.


Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes WUPPERTAL der Station Maasholm konnte den Schiffbrüchigen an Bord ziehen und begann sofort mit der Reanimation. Ohne Unterbrechung der lebenserhaltenden Maßnahmen übergaben die Seenotretter den Mann in Maasholm an Notarzt und Rettungstransportwagen.
Über seinen derzeitigen Zustand ist nichts bekannt.

Das kieloben treibende Angelboot wurde zwischenzeitlich vom Seenotrettungsboot KARL VAN WELL der Station Damp an Land geschleppt. Die Rettungsaktion war sowohl vom Seenotrettungskreuzer NIS RANDERS / ebenfalls Station Maasholm als auch von einem SAR-Hubschrauber sowie zwei Marineschiffen unterstützt worden.


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#178

RE:

in DGzRS Schiffe und Newsletter 09.01.2016 19:46
von JAN-CUX • 722 Beiträge

16.07.2015
Viel Arbeit für die Seenotretter zwischen Norderney und Wangerooge
Gleich drei Einsätze haben gestern, Mittwoch, den 15. Juli 2015, die Einheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zwischen Norderney und Wangerooge in Atem gehalten. Die Alarmierungen erfolgten binnen weniger Minuten um 20.38 Uhr, 20.44 Uhr und 20.46 Uhr.


Zwischen Spiekeroog und Wangerooge war eine acht Meter lange Segelyacht aus Emden mit fünf jungen Leuten an Bord einlaufend ins Seegatt in Schwierigkeiten geraten. Maschinenprobleme und Navigationsprobleme hatten den Skipper veranlasst, die Seenotretter zu alarmieren. Trotz relativ geringer Windstärke (ca. 3 Beaufort) herrschte ein steiler, ruppiger Seegang. Die Freiwilligen-Besatzung der Station Wangerooge begleitete die Segelyacht sicher in den Hafen nach Wangerooge.


Das Seenotrettungsboot ELLI HOFFMANN-RÖSER der Freiwilligen-Station Baltrum befand sich zu diesem Zeitpunkt nördlich von Langeoog auf Kontrollfahrt und zugleich auf der Suche nach einem treibenden Kitesegel. Über die Rettungsleitstelle Ostfriesland ging die Alarmierung einer Segelyacht ein: Das Boot hatte vor den Inseln Grundberührung erlitten, ein Besatzungsmitglied war schwer gestürzt und stand offenbar unter Schock. Die zweiköpfige Besatzung hatte geplant, durch das Seegatt zwischen Langeoog und Spiekeroog die Insel Spiekeroog anzulaufen.


Da die Schwere der Verletzung zu diesem Zeitpunkt nicht einschätzbar war und die Besatzung nur eine äußerst unklare Positionsangabe machen konnte, wurde das Seenotrettungsboot NEUHARLINGERSIEL der Freiwilligen-Station Neuharlingersiel nachalarmiert. Ebenso wurde die Freiwillige Feuerwehr Spiekeroog um Mithilfe von Land aus gebeten. Sie sichteten den Havaristen vom Strand aus und konnten den Seenotrettern so eine Angabe zur Position übermitteln. Gemeinsam brachten die Seenotretter den Havaristen nach Spiekeroog, wo eine Notärztin sich um die Besatzung kümmerte.


Der Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN der Station Norderney wurde um Hilfe gebeten, um eine hochschwangere Frau, die dringend ärztliche Hilfe benötigte, ans Festland zu bringen. Der Transport verlief ohne Komplikationen, und die Frau wurde in Norddeich an den Rettungstransportwagen übergeben. Ein weiteres Mal wurde die BERNHARD GRUBEN in der Nacht alarmiert: Ein Kind musste dringend ins Krankenhaus. Zwischen drei und vier Uhr in der Frühe (16.7.15) brachten die Seenotretter das kleine Mädchen in Begleitung einer Notärztin und ihrer Mutter ans Festland. Von Norddeich wurde es mit dem Rettungstransportwagen ins Krankenhaus gebracht.


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#179

RE:

in DGzRS Schiffe und Newsletter 09.01.2016 19:48
von JAN-CUX • 722 Beiträge

18.07.2015
Erfolgreiche Suche der Seenotretter in der Ostsee: Zwei vermisste Urlauber in Sportboot wohlbehalten aufgefunden
Die Suche nach einem seit gestern Nacht vermissten Sportboot mit zwei Urlaubern vom Campingplatz in Rettin (Holstein) ist heute Morgen, Samstag, den 18.7.2015, glücklich ausgegangen: Die Seenotretter der Station Grömitz fanden die beiden Männer in ihrem antriebslos treibenden Boot. Die beiden haben die ungeplant auf See verbrachte Nacht gut überstanden.


Am frühen Morgen sichteten die Seenotretter das vermisste Boot
Heute Morgen war mit Sonnenaufgang um 5.30 Uhr durch die SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) eine umfangreiche Suche in der Neustädter Bucht eingeleitet worden. Vor Ort wurde sie vom Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK der Station Grömitz geleitet.

Eingebunden waren außerdem der Seenotrettungskreuzer BREMEN (Station Großenbrode) und die Seenotrettungsboote HENRICH WUPPESAHL (Freiwilligen-Station Neustadt) und HANS INGWERSEN (Freiwilligen-Station Travemünde) sowie das Bundespolizeiboot „Eschwege“ und ein Fahrzeug der Wasserschutzpolizei. Hubschrauber konnten aufgrund einer durchziehenden Gewitterfront nicht eingesetzt werden.


Die beiden Männer aus dem Kreis Segeberg und dem Sauerland (48 und 31 Jahre alt) waren nach Aussagen einer der beiden Ehefrauen gestern Nachmittag vom Campingplatz Rettin (bei Neustadt) mit einem offenen, ca. sechs Meter langen Sportboot gestartet. Sie waren lediglich mit T-Shirts und Badehosen bekleidet. Es gab Hinweise, dass sie möglicherweise Richtung Travemünde unterwegs waren. Kommunikationsmittel hatten die beiden nicht an Bord. Als sie in der Nacht von ihrem Ausflug noch nicht zurückgekehrt waren, alarmierten die Ehefrauen die Polizei.
Das von der SEENOTLEITUNG errechnete Suchgebiet wurde von den eingesetzten Suchfahrzeugen systematisch abgefahren. Die Schifffahrt in der Neustädter Bucht wurde um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten.


Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers HANS HACKMACK fand die beiden Männer schließlich nur 1,5 Seemeilen (ca. 2,7 Kilometer) von der Küste entfernt. Das Boot hatte bereits gestern Abend einen Maschinenschaden erlitten und war seitdem mit Wind und Strömung in der Bucht vertrieben. In relativer Landnähe hatte einer der beiden Männer sogar versucht, Richtung Strand zu schwimmen, hatte seinen Plan jedoch aufgeben müssen. Die beiden leicht bekleideten Männer hatten sich gegen die nächtliche Kälte und Regen notdürftig mit der Schiffsplane abgedeckt. Als die Seenotretter die beiden heute Morgen an Bord nahmen, waren sie in sehr guter körperlicher Verfassung und zeigten keine Unterkühlungserscheinungen. Das Boot wurde von der HANS HACKMACK mit in den Hafen geschleppt.
In Grömitz wurden die beiden Männer von ihren erleichterten Ehefrauen abgeholt.


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#180

RE:

in DGzRS Schiffe und Newsletter 09.01.2016 19:51
von JAN-CUX • 722 Beiträge

31.07.2015
Freiwillige Seenotretter auf der Flensburger Förde für manövrierunfähiges Fahrgastschiff im Einsatz
Glücklicher Ausgang einer Ausflugsfahrt: Die freiwilligen Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus Langballigau haben am Freitagmittag, 31. Juli 2015, ein manövrierunfähiges Passagierschiff sicher in den Hafen von Flensburg geschleppt. An Bord der „Wappen von Boizenburg“ befanden sich 45 Menschen, von denen niemand verletzt wurde.


Die freiwilligen Seenotretter aus Langballigau waren gerade auf Kontrollfahrt, als sie gegen 11.15 Uhr alarmiert wurden: Das Passagierschiff „Wappen von Boizenburg“ trieb aufgrund eines Ruderschadens manövrierunfähig in der Höhe von Glücksburg auf der Flensburger Förde. Sofort legte die Besatzung des Seenotrettungsbootes WERNER KUNTZE den Hebel auf den Tisch und lief mit Höchstgeschwindigkeit zum Unglücksort.

Dort stellten die Seenotretter schnell eine Leinenverbindung zum Havaristen her und schleppten das 28 Meter lange Ausflugsschiff bei westlichen Winden der Stärke 4 bis 5 (bis zu 38 km/h) sicher in den Hafen von Flensburg. An Bord der „Wappen von Boizenburg“ befanden sich 40 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder, von denen niemand verletzt wurde.


zuletzt bearbeitet 09.01.2016 19:52 | nach oben springen


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